Regeln für Textverarbeitung und Schriftsatz

Für die Textverarbeitung am PC und für den professionellen Satz gelten zum Teil unterschiedliche Regeln. Sie sind bedingt durch

  • die technischen Beschränkungen, denen die Textverarbeitung noch immer unterliegt, und
  • die unterschiedlichen Ansprüche an die Professionalität der Gestaltung, die man an Gebrauchstexte (z. B. Korrespondenz, Bewerbung, Seminararbeit) und im Buch- bzw. Auflagendruck produzierte Texte (Zeitschriften, Bücher, Geschäfts- und Werbedrucksachen) stellt.

Darstellung im Überblick

Mit der Weiterentwicklung der Textverarbeitung nähern sich auch die Normen immer mehr denen für den Schriftsatz an. Der Duden (Band 1, Rechtschreibung) versucht daher im Abschnitt »Textverarbeitung und E-Mails« (S. 99 ff. in der 25. Aufl. von 2009) eine gemeinsame Darstellung und gibt jeweils an, wo die DIN 5008 von den allgemeinen Richtlinien abweicht. Sie kann aber nur als erster Anhaltspunkt dienen, zumal die DIN inzwischen (2011) überarbeitet wurde.

Regeln für den Schriftsatz

Die Regeln für den Schriftsatz (Mikrotypografie, Detailtypografie) bilden eine sog. gegebene, also im Gebrauch entstandene Norm, sie beruht nicht auf der Festsetzung irgendeiner Institution. Sie wird in typografischen Lehr- und Handbüchern dargestellt und entwickelt sich mit Satz- und Drucktechnik sowie Zeitgeschmack weiter. An Textarbeiter, die Texte für den professionellen Satz vorbereiten, wenden sich

das Handbuch Duden. Satz und Korrektur. Texte bearbeiten, verarbeiten und gestalten.* Hrsg. von Brigitte Witzer, Dudenverlag 2003;

das Taschenbuch Duden. Satz und Korrektur. Materialiensammlung.* Dudenverlag 2003.

Beide Titel sind inzwischen vergriffen. Das Taschenbuch ist aber als Download (zum Preis des Taschenbuches) im Duden Downloadshop verfügbar.
Nachtrag: 2014/2015 wurde der Ratgeber »Duden – Satz und Korrektur« als E‑Book im Downloadshop angeboten; das PDF ist mit der Buchausgabe von 2003 identisch. (Anfang 2016:) Im Moment scheint keine Ausgabe verfügbar.

Regeln für die Textverarbeitung

Die DIN 5008 »Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung« (aktuelle Fassung vom April 2011) ist eine Norm für die Textgestaltung in Büro und Verwaltung. Sie ist der Nachfolger der »Regeln für Maschinenschreiben« (unter diesem Titel erschien sie bis 1987) und wird jeweils vom Normenausschuss Informationstechnik und Anwendungen (NIA) erarbeitet.

Der Originaltext ist als Sonderdruck verfügbar: Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung: Sonderdruck von DIN 5008:2011.* Beuth Verlag 2011.

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Über Marion Kümmel

Marion Kümmel ist freie Lektorin und Federwerkerin. Seit 2001 übernimmt sie Textdienstleistungen für Publikumsverlage, Agenturen, Firmen und Autoren. Sie redigiert Sachbücher und Fachtexte, wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie Texte aus Unternehmenskommunikation und Werbung. Ihre Texterfahrungen vermittelt sie in Vorträgen und Schulungen.

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